Case Study HFT Stuttgart

Digitalisierungschancen nutzen – und Studierende von der HFT überzeugen

Mit vereinten Kräften des Agenturnetzwerks FGTCLB unterstützen wir seit 2019 die Hochschule für Technik Stuttgart bei der Entfaltung ihres digitalen Potenzials und ihrer digitalen Entwicklung.

Seit 189 Jahren up-to-date

Der Campus der HFT Stuttgart liegt beeindruckend und prunkvoll mitten in der Stadt. Seit 189 Jahren werden dort Student:innen ausgebildet. Aus der ursprünglichen Baugewerkeschule ist längst eine moderne Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit vielfältigen Studien- und Forschungsmöglichkeiten geworden. In drei Fakultäten werden 33 Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten. Fakultätsübergreifende Projekte und Kontakte zu Unternehmen in Stuttgart und der Region zeichnen die Hochschule aus. Die HFT Stuttgart zählt zu den forschungsstärksten HAW des Landes. 

Trotz ihres Renommees steht die HFT Stuttgart vor den gleichen Herausforderungen wie alle Hochschulen in der heutigen Zeit: dem demographischen Wandel. Zudem muss eine ganze Institution mit all ihren Facetten ins Digitale übersetzt werden. Wie schafft man es, dabei die Beteiligten mitzunehmen und zu überzeugen? Wie erhalten über 80 Redakteur:innen Zugriff auf ihre Website-Bereiche? Und wie bildet man eine Hochschule für ihre Zielgruppen digital am besten ab? Auf alle diese Fragen haben wir zusammen mit dem Team Hochschulkommunikation der HFT Stuttgart Antworten gefunden.

Direkt zur HFT Stuttgart

01Konzept & Design

Konzept & Design: Eine Website die junge Studieninteressierte begeistert

Schon zu Beginn des Projektes wurde eine umfangreiche Bedarfsanalyse durchgeführt. Mit einer Blickverlaufsuntersuchung seitens der HFT Stuttgart wurden Nutzerverhaltensweisen auf der alten Website analysiert, um darüber frühzeitig Anforderungen für die neue Website zu sammeln. Eine umfassende Zielgruppen-Definition wurde gemeinsam mit dem Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft vorab entwickelt. Aufgrund der jungen Primärzielgruppe stand bereits bei Projektbeginn fest: Die neue Website sollte nach dem Mobile-first-Ansatz umgesetzt werden.

1.1

Gemeinsame Erarbeitung der Projektschwerpunkte

Mit einem Kick-Off-Workshop vor Ort bei der HFT Stuttgart begann die Hauptprojektphase. Teilnehmer:innen des Workshop waren die wichtigsten Projektbeteiligten aus dem Rektorat, einzelnen Fakultäten und der Hochschulkommunikation. Für die relativ große Personenzahl wurde ein interaktives Format gewählt; mit Kartenabfragen und gemeinsamer Schwerpunkt-Sortierung zu den wichtigsten Themen.

Dabei ging es vor allem um drei Fragen:

  • Welche Website-Funktionen sind der HFT Stuttgart besonders wichtig?
  • Wie können die Inhalte bestmöglich strukturiert werden?
  • Wie soll das bestehende Corporate Design weiterentwickelt werden, um den Anforderungen an eine moderne Website-Gestaltung gerecht zu werden?
1.2

Viele Inhalte – schlanke Seitenstruktur

Die alte Website-Struktur der HFT war geprägt durch doppelte Inhalte, eine gewachsene Struktur mit vielen Logik-Brüchen und einer nicht optimalen Benennung vieler Menüpunkte. Auf Basis der im Workshop vorgenommen Priorisierung der Inhalte haben wir gemeinsam mit der HFT Stuttgart eine schlanke Seitenstruktur erarbeitet, die sich an gelernten Mustern orientiert und die Studieninhalte für die Primärzielgruppe in den Vordergrund stellt.

Mega-Menü des Bereichs "Studium"
1.3

Reaktionswünsche erfüllen im Baukastenprinzip

Die Studiengänge der HFT Stuttgart haben gänzlich unterschiedliche Anforderungen. Während der Studienbereich Architektur & Gestaltung sehr bildlastig kommunizieren wollte, war das bei Studiengängen wie Mathematik oder Vermessung ganz anders.

Die Lösung: ein strukturell identischer Aufbau für die einzelnen Studiengänge, der jedoch von der jeweiligen Redaktion inhaltlich flexibel genutzt werden kann. Im Baukastenprinzip lassen sich die individuellen Seiten im Rahmen der einheitlichen Struktur aufbauen. Für eine angemessene Präsentation der einzelnen Studiengänge können Content-Elemente modular zusammengestellt werden.

Medien-lastige Seite des Architektur-Bereichs
Text-lastige Seite des Mathematik-Bereichs
1.4

Einbindung aller Beteiligten schafft Transparenz und Überzeugung

Vor dem Relaunch der Hochschul-Website gab es unterschiedliche Vorstellungen über das beste Vorgehen. Um sicherzustellen, dass die Vorstellungen sämtlicher Projektbeteiligten berücksichtigt werden und das Ergebnis so wertvoll für alle ist, gingen wir im Design-Prozess stufenweise vor. Somit konnten die Beteiligten häufig Feedback geben. In regelmäßigen Stand-In-Meetings wurden Zwischenergebnisse präsentiert und so sämtliche Projektbeteiligte frühzeitig integriert. Hilfreiche Anregungen und Verbesserungsvorschläge flossen dann in die nächste Design-Stufe mit ein.

02Web-Entwicklung

Mit dem Scrum-Team schnell Werte schaffen

Die Projekt-Umsetzung erfolgte agil nach Scrum. In mehreren Sprints setzte ein Entwickler-Team aus Mitarbeiter:innen von drei FGTCLB-Agenturen den Relaunch technisch um. KM2 >> stellte dabei neben dem Product Owner auch zwei Entwickler und eine Designerin.

Für die Priorisierung der einzelnen Projektschritte gingen wir ebenfalls schrittweise vor. So identifizierten wir zunächst Aspekte, die der HFT Stuttgart den größten Wert verschaffen würden. Da eine frühzeitige Content-Pflege durch die Redakteur:innen gewünscht war, legten wir zunächst Wert auf Eingabemöglichkeiten sämtlicher Inhaltselemente im Backend. Dies ermöglichte eine frühzeitige Inhaltspflege und Sicherstellung des geplanten Relaunch-Termins.

2.1

Anbindung an externe Systeme

Eine besondere technische Herausforderung war die Anbindung an den HFT-internen Authentifizierungsdienst. So sollten sich das gesamte Redaktionsteam im Backend und sämtliche Beschäftigten im Frontend mit ihrem zentralen Active-Directory-Account der HFT Stuttgart auf der Website anmelden. Server-Standorte in verschiedenen Rechenzentren verlangten nach einer besonders gut gesicherten Tunnellösung, um die Anmeldung unter den größten Sicherheitsrichtlinien im Netz der HFT Stuttgart zu ermöglichen.

Ebenfalls integriert werden sollte der mit Opencast betriebene Video-Server der Hochschule. Parallel zu YouTube, Vimeo und anderen Diensten kann die Redaktion nun direkt im Backend von TYPO3 auf gewohnte Art und Weise Videos einbetten.

2.2

Telefonbuch war gestern

Die wesentlichen Kontaktdaten wie Name, Position, E-Mail und dazu gehörende Gebäude-Informationen sind bei der HFT Stuttgart ebenfalls in Active Directory hinterlegt. Für die neue Website wurde auf Basis dieser Daten ein Personenverzeichnis entwickelt, das als internes Adressbuch und als externe Recherche-Möglichkeit für Mitarbeiter:innen der HFT Stuttgart genutzt wird.

Sämtliche Mitarbeiter:innen können sich hier eigene Profilseiten erstellen und mit Frontend-Editing selbstständig ergänzen: um tabellarische Lebensläufe, Veröffentlichungen, Fotos und Querverlinkungen zu Projekten und Einrichtungen der HFT Stuttgart.

Die Pflege dieser Profilseite kann zudem über einen datenschutzkonformen Freigabeprozess an Mitarbeiter:innen delegiert werden.

Personenverzeichnis mit umfangreicher Recherche-Möglichkeit
Persönliche Profilseiten für Beschäftigte
2.3

Damit auch die Redaktion happy ist

Den rund 80 Redakteurinnen und Redakteuren der HFT Stuttgart haben wir einige Tools an die Hand gegeben, um möglichst effizient arbeiten zu können. Da neben dem Responsive Design auch ein Schwerpunkt auf einer möglichst Barriere-armen Umsetzung lag, wurde etwa das Vorhandensein beschreibender Alternativ-Texte sichergestellt und der Redaktion eine Möglichkeit gegeben, die korrekte Überschriftenstruktur zu überprüfen.

Für eine suchmaschinenfreundliche Texterstellung werden wichtige SEO-Merkmale im Backend angezeigt. Über eine Anbindung an den Übersetzungsdienstleister DeepL gelingt die Übersetzung der Inhalte ins Englische zudem teilautonom. Die Redaktion ist glücklich!

03Support

Kontinuierliche Weiterentwicklung per Wartungsvertrag

Nach erfolgreichem Abschluss des Relaunches erhielten wir von der HFT Stuttgart einen Auftrag für den Support und die Wartung der Website. Über ein monatliches Kontingent an Support-Stunden warten wir das System und kümmern uns um Weiterentwicklungen, neue Projekte und Verbesserungen. So installierten wir 2021 unter anderem ein Upgrade auf die aktuelle TYPO3-Version.

3.1

Ein Baukasten für Microsites

Ein spezielles Projekt im Rahmen des Wartungs- und Supportvertrags ist unsere Lösung für Landingpages und Microsites. Ob Projektpartnerschaften, Themenblog, Online-Ausstellungen: Bei der HFT gibt es immer wieder den Wunsch nach eigenen Microsites, die ebenfalls die Anforderungen an Barriere-Armut und Datenschutzkonformität erfüllen müssen.

Auf Basis der Multiprojektfähigkeit von TYPO3 können die Redakteur:innen der Hochschulkommunikation selbstständig Microsites erstellen – im Erscheinungsbild der HFT Stuttgart. Farbwelten, Logo und Funktionen können dabei redaktionell so gesteuert werden, dass die passenden und gewünschten Website-Typen entstehen.